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Hummelshain droht zweites Reinhardsbrunn zu werden

73/2021
Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Erneut ist die Zwangsversteigerung des Ostthüringer Schlosses Hummelshain abgesagt worden. Hierzu kommentiert Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff:

„Das 1885 fertiggestellte Neue Schloss Hummelshain ist ein wichtiges Zeugnis der Residenzkultur des früheren Herzogtums Sachsen-Altenburg, das 2017 als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft wurde. Trotz bürgerschaftlichen Engagements eines Fördervereins, der 2019 mit dem Thüringer Denkmalschutzpreis ausgezeichnet wurde, und erheblichen Denkmalfördermitteln des Freistaates verschlechtert sich der Zustand des Schlosses aufgrund von Vernachlässigung des Eigentümers.

Zum wiederholten Male ist heute eine Zwangsversteigerung des Schlosses gescheitert, da der Eigentümer erneut kurzfristig finanzielle Zusagen gegenüber seinen Gläubigern machte. Nach Jahren erfolgloser Bemühungen um eine gute Lösung für das Neue Schloss Hummelshain ist mein Vertrauen in die Zusagen des Schlosseigentümers erschöpft.

Wenigstens zwei vertrauenswürdige private Investoren haben gegenüber dem Land ihre Bereitschaft erklärt, bei einer Zwangsversteigerung das Schloss zu erwerben damit diesem endlich wieder eine gute Perspektive ermöglicht wird.

Der Eigentümer muss aus meiner Sicht entweder endlich seiner Verpflichtung zum Erhalt des Kulturdenkmals nachkommen oder den Eigentumsübergang ermöglichen. In Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden werden wir weiterhin alles Erforderliche tun, damit der Eigentümer die Umsetzung seiner Denkmalschutzverpflichtungen nicht nur ankündigt, sondern ihnen auch endlich nachkommt.“

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