Thüringen begeht 100. Jubiläum der Weimarer Republik.

Heute vor hundert Jahren traten die Mitglieder der am 19. Januar 1919 gewählten Nationalversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Nach der Grundsteinlegung des neuen Staates am 9. November 1918 in Berlin sollte nun vom 6. Februar 1919 an in Weimar an der Verfassung der jungen Republik gearbeitet werden. Mit dem Frauenwahlrecht war bereits ein wichtiger Schritt zur weiteren politischen Demokratisierung unternommen. Der Acht-Stunden-Tag war eingeführt. In den folgenden Monaten sollte eine in vielen Teilen progressive Verfassung entstehen, die an Demokratie, Freiheit und sozialem Ausgleich orientiert war. Gleichwohl waren bereits die Bedrohungen sichtbar, die die Republik bis zu ihrem Ende nicht mehr zurückweisen konnte. Der Spartakusaufstand und die überharte Reaktion der Reichwehr und rechter Freicorps waren erst wenige Wochen vorüber.

Ministerpräsident Bodo Ramelow und OB Peter Kleine

Begrüßung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seine Frau winken dem Publikum.

In Weimar wartet ein riesiges Publikum auf den hohen Besuch zum Festakt 100 Jahre Reichsverfassung.

Ministerpräsident Ramelow und Landtagspräsidentin Diezel begrüßen Kanzlerin Merkel

Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wird in Weimar begrüßt.

Ministerpräsident Ramelow begrüßt Andreas Voßkuhle den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts

Ministerpräsident Ramelow bei einem Presseinterview in Weimar

Der zentrale Festakt in Weimar

Anlässlich des Jahrestages finden heute in Weimar die zentralen Feierlichkeiten statt, zu denen Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landtagspräsidentin Birgit Diezel gemeinsam eingeladen haben. Zahlreiche prominente Gäste werden im Deutschen Nationaltheater erwartet, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundesratspräsident Daniel Günther und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Vosskuhle.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Herderkirche. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird beim Festakt im DNT die Festrede halten. Gemeinsam mit der Stadt Weimar und mit Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung lädt der Weimarer Republik e.V. von 14 bis 20 Uhr zum Bürgerfest ins Jugend- und Kulturzentrum mon ami am Goetheplatz. Während am Vormittag Schülerworkshops stattfinden, gibt es am Nachmittag Theater, Kabarett, Lesungen, Kino, Selfiestation, die Liveübertragung des Festakts und um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Cornelia Schmalz-Jacobsen, Kevin Kühnert, Christian Hirte und Michael Dreyer. Der Weimarer Republik e.V. hat außerdem Nachfahren der Republikgründer Friedrich Ebert, Constantin Fehrenbach, Eduard David, Marie Juchacz und Gustav Stresemann nach Weimar eingeladen, mit denen man ins Gespräch kommen kann.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Herderkirche.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Herderkirche.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Herderkirche.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Herderkirche.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Herderkirche.

Die Eintragung in das Gedenkblatt

„Überragende historische Bedeutung für die Entwicklung der Demokratie in unserem Lande“

Anlässlich des heutigen 100. Jahrestages des Zusammentretens der verfassungsgebenden Nationalversammlung finden heute in Weimar die zentralen Feierlichkeiten statt, zu denen Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landtagspräsidentin Birgit Diezel eingeladen haben.

„Die Weimarer Reichsverfassung war ein Meilenstein für die Entwicklung der Demokratie in unserem Land. Die Verankerung von Grundrechten in der Verfassung, die Anerkennung des Volkes als Souverän und die Gleichberechtigung der Geschlechter können in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Darüber hinaus verpflichtete die Verfassung den Staat erstmalig darauf, allen Bürgerinnen und Bürgern ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. Mit dem Ziel, die Gleichheit der Lebensverhältnisse herzustellen, wurden weitreichende sozial- und wirtschaftspolitische Bestimmungen in der Verfassung verankert. Dazu gehören zum Beispiel die Anbindung des Wirtschaftslebens an das Gemeinwohl und das Recht auf Arbeit. Mit der Vereinigungsfreiheit, der Tarifautonomie und den Ansätzen zur betrieblichen Mitbestimmung wurde das Fundament unseres modernen Sozialstaats entscheidend erweitert. Es bleibt dauerhafte Pflicht aller Demokratinnen und Demokraten, politische Freiheit und soziale Gerechtigkeit zusammen zu denken und in Übereinstimmung zu bringen", betonte der Ministerpräsident.
Nach einem Gottesdienst haben sich Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landtagspräsidentin Birgit Diezel gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundesratspräsident Daniel Günther und mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Andreas Vosskuhle im historischen Wittumspalais in ein Gedenkblatt eingetragen.

Die feierliche Eintragung in das Gedenkblatt im Wittumspalais in Weimar.

Die feierliche Eintragung in das Gedenkblatt im Wittumspalais in Weimar.

Die feierliche Eintragung in das Gedenkblatt im Wittumspalais in Weimar.

Die feierliche Eintragung in das Gedenkblatt im Wittumspalais in Weimar.

Auf dem Weg ins Nationaltheater - das Bad in der Menge

Auf dem anschließenden Weg in das Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar gab es neben einem Gruppenfoto noch Gelegenheit, BürgerInnen direkt zu begrüßen.

Auf dem Weg ins Deutsche Nationaltheater gab es neben einem Gruppenfoto noch Gelegenheit, BürgerInnen direkt zu begrüßen.

Auf dem Weg ins Deutsche Nationaltheater gab es neben einem Gruppenfoto noch Gelegenheit, BürgerInnen direkt zu begrüßen.

Auf dem Weg ins Deutsche Nationaltheater gab es neben einem Gruppenfoto noch Gelegenheit, BürgerInnen direkt zu begrüßen.

Auf dem Weg ins Deutsche Nationaltheater gab es neben einem Gruppenfoto noch Gelegenheit, BürgerInnen direkt zu begrüßen.

Auf dem Weg ins Deutsche Nationaltheater gab es neben einem Gruppenfoto noch Gelegenheit, BürgerInnen direkt zu begrüßen.

Der offizielle Festakt im Deutschen Nationaltheater

„Vor genau 100 Jahren um 15.15 Uhr eröffnete Friedrich Ebert an dieser Stelle die Verfassungsgebende Deutsche Nationalversammlung. Bis auf den letzten Platz war das Theater damals besetzt – genau wie heute.“ − Ministerpräsident Bodo Ramelow begrüßte die Ehrengäste zum Festakt im Deutschen Nationaltheater in Weimar. Mit einer gemeinsamen szenischen Lesung historischer Texte und Zitate eröffneten der Ministerpräsident und die Landtagspräsidentin Birgit Diezel den Festakt.

Dabei erinnerte Bodo Ramelow daran, dass neben den Grundrechten auch die Grundbeziehungen zwischen Staat- und Wirtschaftsleben 1919 in die Verfassung aufgenommen worden: „Die umfassende Konzeption des Sozialstaates ist ein bis heute außerordentlich fruchtbares Erbe der Weimarer Verfassung. […] 100 Jahre nach der Gründung der ersten deutschen Republik sind wir aufgefordert, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit unter den Bedingungen der Globalisierung neu zu denken.“, so der Ministerpräsident in seinem Grußwort.

Nach der Festrede von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier folgte im Programm Musik aus dem Jahr 1919 (Paul Hindemith), das Tanztheater „Post-Europa“ und ein Auszug aus Sergej Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ (1919). Mit der Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland endete der Festakt. Bei einem Empfang des Oberbürgermeisters der Stadt Weimar, Peter Kleine, bot sich anschließend die Gelegenheit zum Austausch.

Ministerpräsident Bodo Ramelow und die Präsidentin des Thüringer Landtags Birgit Diezel eröffnen den Festakt.

Ministerpräsident Bodo Ramelow und die Präsidentin des Thüringer Landtags Birgit Diezel eröffnen den Festakt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betont in seiner Rede anlässlich des Festakts zu 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung die Fülle an modernen Regelungen der ersten republikanischen Verfassung Deutschlands: "Sie machte das Volk zum Souverän."

Der offizielle Festakt im Deutschen Nationaltheater

Der offizielle Festakt im Deutschen Nationaltheater

Der offizielle Festakt im Deutschen Nationaltheater

Der offizielle Festakt im Deutschen Nationaltheater

Der offizielle Festakt im Deutschen Nationaltheater

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