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Besuch der Gedenkstätte „Mémorial de la Shoah“ in Marais


Im Rahmen der eintägigen Reise in die französische Hauptstadt besuchte Bundesratspräsident Bodo Ramelow die Gedenkstätte „Mémorial de la Shoah“ in Marais, einem Stadtteil von Paris.

Ramelow wurde durch Jacques Fredj, Direktor der Gedenkstätte, und das Ehepaar Klarsfeld begrüßt.

Die Gedenkstätte „Mémorial de la Shoah“ ist Museum und ein zentraler Gedenkort an die Shoah in Frankreich. Das Herzstück der Institution ist das „Centre de documentation juive contemporaine“, welches einen der größten Dokumentenbestände Europas beherbergt und Wissenschaftlern und Bürgern gleichermaßen offensteht.

Bundesratspräsident Bodo Ramelow besichtigte die zur Gedenkstätte gehörende Krypta sowie die „Mauer der Namen“. Die Mauer zeigt die Namen der 76.000 aus Frankreich deportierten jüdischen Männer, Frauen und Kinder. In der angrenzenden Gasse werden Namen der Franzosen und Französinnen genannt, die wegen ihres Einsatzes zur Rettung jüdischer Menschen als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet wurden.

Der Bundesratspräsident erhielt einen geführten Rundgang durch die Dauerausstellung mit ZeitzeugInnen und Mitgliedern des Vereins „Fils et Filles des déportés juifs de France“, welcher von dem Ehepaar Klarsfeld 1979 gegründet wurde.

„Mich begleitet die Verantwortung zur Shoah, zum Gedenken, zum Anerkennen der Verbrechen der Nationalsozialisten. Herzlichen Dank für ihre großartige und wertvolle Arbeit. Ich danke Ihnen, dass sie mit so viel Energie und Kraft an der Aufarbeitung dieser Themen arbeiten“, so Ramelow während seines Aufenthalts.

Beate Klarsfeld und ihr Mann Serge, dessen Vater der Judenverfolgung zum Opfer gefallen ist, sind weltweit als „Nazi-Jäger“ bekannt. Sie engagieren sich bis heute stark im Erinnerungsbereich und arbeiten eng mit dem „Mémorial de la Shoah“ und anderen Shoah-Gedenkstätten zusammen. 2015 erhielten sie von der damaligen Botschafterin Wasum-Rainer das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Seit 2015 sind sie UNESCO-Sonderbotschafter für die Lehre der Holocaustgeschichte und die Verhinderung von Völkermorden.

Im Rahmen der Besichtigung legte Ramelow einen Kranz in der Gedenkkrypta nieder und trug sich in das Goldene Buch ein.

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