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Ausstellungseröffnung „Sowjetische Zwangsarbeit in Buchenwald“zum Gedenkens am 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

"Dieser Tag vor 80 Jahren war der Übergang von einer kriegerischen Aggression hin zur Auslöschung jeglicher Humanität."

MP @bodoramelow bei der Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Eröffnung der Ausstellung „Sowjetische Zwangsarbeit in Buchenwald“

„Dieser Jahrestag ist eine Mahnung daran, dass wir immer verstehen, dass es beim Überfall auf die Sowjetunion darum ging, eine ganze Region menschenleer zu machen, damit die Expansionspläne von größenwahnsinnigen Herrenmenschen wahr werden sollten. Dieser Tag vor 80 Jahren war der Übergang von einer kriegerischen Aggression hin zur Auslöschung jeglicher Humanität. Die inhaltliche Auseinandersetzung damit in der Gedenkstätte ist Teil des Mahnens und Erinnerns. Europa kann nur Wachsen und Gedeihen, wenn es in Frieden wächst und gedeiht.“

Ministerpräsident Bodo Ramelow in seinem Grußwort bei der Eröffnung der Ausstellung „Sowjetische Zwangsarbeit in Buchenwald“ am 22. Juni im Rahmen des Gedenkens zum 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion in der Gedenkstätte Buchenwald

Gemeinsam mit der Vize-Präsidentin des Thüringer Landtags, Dorothea Marx, dem Russischen Generalkonsul, Andrey Dronov, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, wurde die umfangreiche, aus drei Teilen bestehende, Ausstellung besichtigt. Es war ein Rundgang zu jenen historischen Orten, die insbesondere mit dem Schicksal der sowjetischen Häftlinge Buchenwalds verbunden sind. An der Gedenktafel für die Ermordeten wurden Blumen niedergelegt und mit einer Schweigeminute ihrer gedacht.

Am „Block 8“ richtete die SS 1942 eine Abteilung für minderjährige Zwangsarbeiter des „Arbeitserziehungslagers Buchenwald“ ein. Es kamen dort ukrainische und russische Jungen sowie ab 1944 auch jüdische Kinder aus Polen und Ungarn unter. Mit dem „Sonderlager für sowjetische Kriegsgefangene“ richtete die SS im Oktober 1941 ein eigenes, mit Stacheldraht umzäuntes Kriegsgefangenenlager ein. In einem ehemaligen Pferdestall der SS richtete die SS im Oktober 1941 eine Erschießungsanlage ein. Sie war eigens für die massenhafte Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener konzipiert worden.

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Die Wehrmacht hatte schon vor dem Angriff befohlen, alle politischen Kommissare der Roten Armee bei der Gefangennahme zu ermorden. Hunderttausende brachte sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Dort setzte die Gestapo die Suche nach Kommissaren, Staatsfunktionären und Juden fort und lieferte sie der SS in den Konzentrationslagern zur Ermordung aus. Im KZ Buchenwald wurden 8.000 sowjetische Kriegsgefangene in einem umgebauten Pferdestall mit einem Genickschuss umgebracht.

Zusätzlich zu den Kriegsgefangenen wurden fast 3 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten aus den besetzten Teilen der Sowjetunion zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert, Hunderttausende von ihnen nach Thüringen.

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