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45. Internationaler Museumstag auf Schloss Burgk


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

„Willkommen im Vogtland, einem kulturellem Raum, der es lohnt, ihn genauer anzuschauen. Das Vogtland verbindet - es verbindet die Bundesländer Sachsen, Bayern und Thüringen und nebendran Böhmen. Ich danke dem Landkreis Saale-Orla, dass er sich in so vorbildlicher Weise um den Erhalt seines kulturellen Erbes kümmert.“ Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Auftaktveranstaltung zum 45. Internationalen Museumstag am 15. Mai auf Schloss Burgk.

Mann am Rednerpult

Aber wenn wir auf die Thüringer Geschichte schauen, blicken wir auch auf deren Ambivalenz, zu der auch die Konzentrationslager Buchenwald und Dora, aber auch die aus Erfurt stammenden Verbrennungsöfen von Auschwitz gehören. Das zu erwähnen ist wichtig, weil es in der heutigen Zeit wichtig ist, einen Kompass zu haben, wie wir uns den Herausforderungen der jetzigen Zeit stellen, wie wir einerseits unsere Museen in Thüringen schützen und weiterentwickeln und gleichzeitig nicht dazu schweigen, dass es in der Ukraine 400 Museen, 3000 Kultur- und sieben Welterbestätten gibt und die russische Militärmaschinerie nicht nur Menschenleben zerstört, sondern auch die Erinnerung und die Kultur. Russland muss seine Armeen zurückziehen aus der Ukraine, die Waffen müssen ruhen und der völkerrechtswidrige Krieg muss beendet werden.“

Bereits vorab erklärte Ramelow, der in seiner Funktion als Bundesratspräsident zugleich auch Schirmherr des Internationalen Museumstages ist: „Die Museen im Freistaat sind wesentliche Bestandteile unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Ich freue mich, dass sich die thüringischen Museen - trotz der krisenhaften Zeiten - so zahlreich am Internationalen Museumstag beteiligen. Es wird ein spannender Tag mit vielfältigen Aktionen, mit digitalen Angeboten sowie Formaten, die den Blick hinter die Kulissen der Museen erlauben.“

Der Ansprache des Bundesratspräsidenten folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „Museen in Zeiten des Krieges“. Teilnehmer waren Dr. Klaus B. Staubermann, Geschäftsführer von ICOM Deutschland, Dr. Tobias Pfeifer-Helke, Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Sabine Schemmrich, Direktorin des Museums Schloss Burgk und Vorstandsmitglied im Museumsverband Thüringen, sowie Dr. Nataša Jagdhuhn, Historikerin, die zur Geschichtskultur- und -politik in Museen in Südosteuropa gearbeitet hat. Die Moderation übernahme Stefan Nölke, Redakteur des Mitteldeutschen Rundfunks.

Aufzeichnung der Ansprache und der Podiumsdiskussion

Die Aufzeichnung wird zudem am 17. Mai 2022 um 22 Uhr auf MDR KULTUR gesendet und ist in der ARD Audiothek zu hören.

Der vom Internationalen Museumsrat ICOM jährlich weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. In Deutschland wird der Museumstag vom Deutschen Museumsbund bundesweit koordiniert und in Zusammenarbeit mit ICOM Deutschland und den Museumsämtern und -verbänden der Länder sowie den Museen vor Ort umgesetzt. Maßgeblich unterstützt wird der Tag von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe. Bundesweit haben sich über 1750 Museen mit ca, 4.500 Aktionen daran beteiligt.

Weitere Informationen zum Museumstag 

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Thüringer Staatskanzlei, hatte in dieser Woche bereits im Rahmen einer Pressekonferenz über den bevorstehenden Internationalen Museumstag und die zentrale Auftaktveranstaltung am 15. Mai informiert. Dazu erklärte er: „Wir nehmen den Internationalen Museumstag zum Anlass, um über die Situation der Museen zu sprechen. In der Zeit multipler Krisen müssen wir daran erinnern, dass die Museen durch die Pandemie in eine existenziell schwierige Lage gebracht wurden. Der Museumstag 2022 soll die Wiedereröffnung der Museumskultur in den Vordergrund stellen. Museen sind Träger der kulturellen Bildung. Sie repräsentieren eine Vielfalt - sie sammeln, sie forschen, sie stellen aus, sie erläutern, sie regen zur Diskussion an, sie stellen Thesen auf und hinterfragen sich.

Der Museumstag 2022 kommt nicht aus, ohne auf die aktuelle Situation in der Ukraine hinzuweisen. Ein Land, in dem wir eine Vielzahl von UNESCO-Welterbestätten haben. Ein Land, das als Opfer des Krieges Kulturgüter, Einrichtung, Depots und künstlerische Einrichtung unterschiedlichster Art als Verluste zu beschreiben hat. Aus diesem Grund ist der Museumstag auch ein Tag, an dem Solidarität mit den Kultureinrichtungen der Ukraine geübt wird. Wir wollen allerdings nicht nur Worte der Solidarität finden, sondern praktische Fragen der Solidarität klären.“

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