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Grußwort beim „Tag der Tora“, dem Höhepunkt der Festlichkeiten im Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

„Rabbiner Reuven Yaacobov, danke, dass wir mit Ihnen an diesem besonderen Ort eine Tora fertigen: Das große Buch der Jüdinnen und Juden und Fundament aller abrahamitischen Religionen." Ministerpräsident Bodo Ramelow besuchte am Mittwoch, den 14. Juli, die Gedenkstätte der alten Synagoge am Tag der Tora in Eisenach.

Ministerpräsident Bodo Ramelow beim Tag der Tora in Eisenach

„Die Wunden, die geschlagen wurden sind, können nur heilen, wenn wir darüber reden und uns erinnern. Lieber Rabbiner Reuven Yaacobov, danke, dass wir heute mit Ihnen an diesem besonderen Ort, der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge Eisenach, eine Tora fertigen: Das große Buch der Jüdinnen und Juden und das Fundament aller abrahamitischen Religionen.“

Ministerpräsident Bodo Ramelow besuchte am Mittwoch, den 14. Juli, am „Tag der Tora mit interkulturellen Bildungs- und Begegnungsangeboten“ die Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in der Karl-Marx-Straße Eisenach gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt, Katja Wolf.

Der „Tag der Tora“ in der Wartburgstadt Eisenach bildet einen Höhepunkt der Festlichkeiten im Thüringer Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.

Im Rahmen des Themenjahres schenken die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und das Bistum Erfurt der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen eine neue Tora-Rolle als Zeichen der Versöhnung.

Die Tora wird durch Rabbiner Reuven Yaacobov aus Berlin von Hand geschrieben, in einer 5 x 5 Meter großen Pagode. Das Schreiben einer neuen Tora-Rolle wird wahrscheinlich in den nächsten 100 Jahren nicht noch einmal zu erleben sein.

Auf dem Platz der heutigen Karl-Marx-Straße 30 stand von 1885 bis zur Pogromnacht 1938 die Synagoge von Eisenach. An diesem Ort versammelten sich die Menschen jahrzehntelang zum Gebet und Austausch. Dieser Ort wurde durch die Nationalsozialisten 1938 geschändet. Im Jahr 2021 ist das Schreiben an der neuen Tora-Rolle eine Form der besonderen Würdigung und die erste rituelle Handlung seit 83 Jahren auf dem Platz der Gedenkstätte.

Die interkulturellen Bildungs- und Begegnungsangebote für Schulklassen und andere interessierte Besucher im Rahmen des heutigen Veranstaltungsprogrammes zum „Tag der Tora“ dienen dem gemeinsamen Austausch und einem Zusammentreffen von Menschen aus Gesellschaft, Religion und Politik. Das Projekt „Tora ist Leben“ setzt damit ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenverachtung.

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