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Grußwort bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

“Solche Ausstellungen sind besonders wichtig, weil sie das konkrete Leid erfahrbar machen.“ Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Eröffnung der Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch – Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer am Mittwoch, dem 14. Juni, im Tivoli in Gotha.

Ministerpräsident Bodo Ramelow hält sein Grußwort zur Eröffnung der Wanderausstellung

„Zum jüdischen Leben heute gehört auch die deutsche Verantwortung für dessen schrecklichsten Teil. Wir blicken deshalb auf Buchenwald und Dora. Es ist eine großartige Leistung, dass Herr Meyer den in Auschwitz geborenen Kindern ein Gesicht gegeben hat. Solche Ausstellungen sind dabei besonders wichtig, weil sie das konkrete Leid erfahrbar machen.“
Ministerpräsident Bodo Ramelow in seinem Grußwort zur Eröffnung der Wanderausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch – Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer am Mittwoch, dem 14. Juni, im Tivoli in Gotha.

 

Zur Ausstellung schreibt Meyer: „Unbekannt ist, wie viele schwangere Frauen nach Auschwitz verschleppt wurden. Ebenso lässt sich die Frage, wie viele Kinder dort auf die Welt kamen, nicht beantworten. Dazu sind die vorhandenen Dokumente zu unvollständig. Allerdings wissen wir aufgrund von unzähligen Zeugenaussagen, dass viele Kinder in Auschwitz geboren wurden: vor allem jüdische Mädchen und Jungen – und zwar trotz des Grundsatzes der SS, alle jüdischen schwangeren Frauen sofort bei der Ankunft zu töten. Fest steht auch: Mindestens 378 Roma- und Sintikinder wurden im Lager geboren. Außerdem ist eine größere Anzahl von belorussischen, polnischen, russischen, ukrainischen und auch Kindern anderer Nationalitäten in Auschwitz auf die Welt gekommen. Am 27. Januar 1945 wurden etwa 60 in Auschwitz geborene Mädchen und Jungen befreit. Trotz intensiver ärztlicher Betreuung starben mehrere noch kurze Zeit später.“

Alwin Meyer 1950 in Cloppenburg geboren, ist seit 1972 in mehreren Ländern auf Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. Er hat mehrere Bücher, u. a. zum Thema Rechtsextremismus veröffentlicht. Er wurde 1982 mit dem Preis »Das politische Buch des Jahres« der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet.

 

In Gotha ist die Ausstellung noch bis zum 10. Oktober 2021 zu sehen. Veranstalter ist der Verein „Bildung-vereint e.V.“ in Gotha

 

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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