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„Es gibt viel zu verteidigen, aber nur Solidarität macht uns stark.“


Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Kundgebung der IG Metall am 29. Oktober in Eisenach auf dem Festplatz Spicke zum deutschlandweiten Aktionstag: „Fairwandel“ - Deutschland muss Industrieland bleiben.

Ministerpräsident Ramelow bei der Kundgebung der IG Metall

Die Transformation in der Automobilindustrie war das zentrale Thema des heutigen Aktionstages, mit dem die IG Metall für die Situation der Branche sensibilisieren und - mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin - ihre Forderungen nach einer aktiven Industrie- und regionalen Strukturpolitik, einer sozialen und ökologischen Energie- und Mobilitätswende und Zukunftsinvestitionen artikulieren will.

Ramelow erklärte, dass sich die Branche im Wandel befinde: „Die Transformation neu denken: Keine Kündigungen in Tranformationswerken, Standortgarantie und Forschung“. Die anstehenden Umbrüche durch Elektromobilität, Digitalisierung, hohen Kostendruck durch die Konkurrenz seien massiv. Die Thüringer Landesregierung habe frühzeitig den Handlungsbedarf erkannt und sich dazu bekannt, gemeinsam den Strukturwandel in der Automobil- und Zulieferindustrie in Thüringen zu gestalten.

Derzeit und noch bis Jahresende ruht die Opel-Produktion im Werk in Eisenach, in dem rund 1300 Menschen arbeiten, wegen fehlender Elektronikteile. Die aktuelle Situation an den deutschen Opel-Standorten verleiht dem Aktionstag eine zusätzliche Bedeutung. Nach dem Bekanntwerden von Plänen zu einer möglichen Ausgliederung der Standorte Rüsselheim und Eisenach aus der Opel Deutschland GmbH ist die Ankündigung, die Abteilung Werkzeugbau in Rüsselsheim zu schließen, die nächste verheerende Nachricht. In diesem Zusammenhang ziehen alle drei betroffenen Länder: Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz an einem Strang. „Die Gesprächskanäle mit Stellantis müssen offen bleiben“, so die Ministerpräsidenten*in in einem Schreiben gegenüber der Konzernleitung. Die deutschen Werke von Opel stehen für deutsche Markenqualität und sollen diesen Anspruch auch in Zukunft gewährleisten können. Ministerpräsident Ramelow hat die Forderung nach einer langfristigen Perspektive für die deutschen Opel-Standorte bei der heutigen Kundgebung bekräftigt: „Liebe Kolleginnen und Kollegen wir müssen zusammenstehen, damit das was bei Opel passiert und das, was in der Transformation jetzt ansteht, von uns allen ausgehalten werden kann. Aushalten heißt nämlich Sicherheiten zu haben. Lasst uns zusammenstehen und zusammen kämpfen.“

Neben dem Ministerpräsidenten waren unter anderem Oberbürgermeisterin Katja Wolf, Stadt Eisenach, Uwe Laubach, erster Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, und Carsten Bätzold, Betriebsratsvorsitzender VW Braunatal, bei der Kundgebung anwesend.

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