Thüringen-Monitor

Der Thüringen-Monitor ist eine Studie zu den politischen Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Thüringen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei jedes Jahr auf der Erforschung rechtsextremer Einstellungen, der Demokratieakzeptanz, der Demokratiezufriedenheit und dem Institutionenvertrauen der Thüringer Bevölkerung.

Der Thüringen-Monitor wird im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei von einem Forscher­team der FSU Jena erarbeitet. Im Laufe der Jahre sind Zeitreihen und Datenbestände entstanden, die Entwicklungen aufzeigen und Analysen unter anderem Blickwinkel, wie die Untersuchungen mit den Mitteln der Milieuforschung, zulassen. In der Studie „Güte und Reichweite der Messung des Rechtsextremismus im Thüringen-Monitor“ wurde in den Jahren 2013 und 2014 auch die Methodik kritisch hinterfragt. Die Daten der Thüringen-Monitore 2000-2015 stehen über die Datenbank GESIS auch für weitere wissenschaftliche Forschung zur Verfügung (https://dbk.gesis.org).

Von 2000 bis 2011 wurde der Thüringen-Monitor unter Leitung von Prof. em. Dr. Karl Schmitt am Institut für Politikwissenschaft der FSU Jena erstellt. Seit 2012 wird der Thüringen-Monitor unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Best am KomRex, Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration der FSU Jena, erstellt.

Die Autoren des Thüringen-Monitors sind Mitglieder im KomRex der FSU Jena und befassen sich u.a. auch mit den methodischen Aspekten der empirischen Extremismusforschung (Begriffsdefinition, Instrumentendesign, Validitätsfragen) sowie der soziologischen Erforschung vorurteilsgeleiteter und abwertender Meinungen bzw. Einstellungen gegenüber ethnischen, kulturellen und sozialen Minderheiten (Diskriminierung, Aspekte der sogenannten "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit").

Zeitreihen 2000-2018: Entwicklung der politischen Kultur im Freistaat Thüringen

Der Thüringen-Monitor ist eine seit 2000 jährlich stattfindende repräsentative Bevölkerungsbefragung zur politischen Kultur im Freistaat Thüringen. Ein besonderer Fokus liegt dabei jedes Jahr auf der Erforschung rechtsextremer Einstellungen, der Demokratieakzeptanz, der Demokratiezufriedenheit, dem Institutionenvertrauen und der politischen Partizipation der Thüringer Bevölkerung. Dies ermöglicht die Diagnose und Interpretation längerfristiger Entwicklungen (Zeitreihenanalysen).

Eine Auswahl an langfristig beobachteten Einstellungen und Merkmalen können Sie in insgesamt 30 Grafiken in einem PDF-Dokument der FSU-Jena (KomRex - Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration) einsehen.

Hier gelangen Sie direkt zu den Grafiken. (Link auf PDF, nicht barrierefrei)

Thüringen-Monitor 2018

Heimat Thüringen

Mit dem Thüringen-Monitor 2018 (TM 2018) wird die Langzeitbeobachtung politischer Einstellungen der Thüringer Bevölkerung fortgesetzt. Neben der Demokratiezufriedenheit, der Demokratieunterstützung, dem Institutionenvertrauen und der politischen Partizipation der Befragten stehen auch wieder rechtsextreme Einstellungen sowie die Akzeptanz von ethnischen, kulturellen bzw. sozialen Gruppen (u.a. Asylsuchenden) im Fokus. ‚Thüringen als Heimat‘ ist das Rahmenthema des diesjährigen Thüringen-Monitors. Deshalb beschäftigt sich der TM 2018 eingehend mit der Identifikation und der Verbundenheit der Befragten sowie mit ihren Bewertungen der Lebens- und Strukturbedingungen in ihrem Umfeld. Außerdem widmet sich der TM 2018 ihrer Zufriedenheit mit wichtigen Aspekten vor Ort und ihren Einstellungen zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Thüringen-Monitor 2017

Thüringens ambivalente Mitte: Soziale Lagen und politische Einstellungen

Das Schwerpunktthema des Thüringen-Monitors 2017 ist die Vermessung der sozialen und politischen „Mitte“. Die „Mitte“ gilt einerseits seit langem als eine Klammer, die plurale Gesellschaften und demokratische Verfassungsstaaten zusammenhält. Andererseits gilt sie aber auch (und dies bereits mit Blick auf die 1930er Jahre) als eine Brutstätte des Rechtsextremismus und menschenfeindlicher Ressentiments. Wie sich „die Mitte“ tatsächlich konstituiert, wie sie auf politischen und sozialen Wandel reagiert, sind Grundfragen des gesellschaftspolitischen Diskurses, die auch tagesaktuell eine hohe Bedeutung haben.

Thüringen-Monitor 2016

Gemischte Gefühle: Thüringen nach der "Flüchtlingskrise

Professor Dr. Heinrich Best zum Ergebnis des Thüringen Monitors 2016: „Für viele Menschen in Thüringen und in Ostdeutschland insgesamt ist das Projekt der deutschen Einheit auch im 26. Jahr und nach einem materiell ungeheuer aufwendigen Prozess nationaler Integration noch keineswegs abgeschlossen. Viele Ostdeutsche fühlen sich weiterhin gegenüber Westdeutschen benachteiligt. Auch der Anteil derer, die an der Demokratie 'wie sie in der Praxis funktioniert', Kritik üben, ist hoch. Diese Unzufriedenheit wiederum steht in einem Zusammenhang zu Vorbehalten gegenüber der Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen sowie der Integration von Migranten.“ Ein Kernthema des Thüringen-Monitors ist wie in jedem Jahr die Messung rechtsextremer Einstellungen. Nachdem der Anteil rechtsextremer Einstellungen 2015 – entgegen dem Trend der vorausgegangenen Jahre – auf 24 Prozent angestiegen war, erreicht er laut der aktuellen Studie 2016 mit 16 Prozent einen neuen Tiefstwert. Das ist in erster Linie auf den Rückgang der neo-nationalsozialistischen Einstellungen von 9 auf 6 Prozent zurückzuführen. Die Zustimmung zur Aussage, dass Deutschland durch Ausländer in gefährlichem Maße überfremdet sei, (52 Prozent) hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr statistisch nicht signifikant verändert. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Aussage, dass unser Land heute ein hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland brauche.

Thüringen-Monitor 2015

Der Thüringen-Monitor 2015 zeigt mit einem Anstieg des Rechtsextremismus, sinkender Demokratiezufriedenheit, und wachsender Diktaturaffinität, dass diese Warnung berechtigt ist. Unter erheblichem Druck steht nicht nur das Vertrauen in die Regierung, sondern auch die Erwartung an die Kapazität der Demokratie, zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Probleme in der Lage zu sein. Zu diesem Fazit kommt Prof. Dr. Heinrich Best vom Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena beim diejährigen Thüringen-Monitor. Best hat am 24. November 2015 die Ergebnisse des Thüringen-Monitors 2015 mit dem Titel "Thüringen im 25. Jahr der deutschen Einheit" in einer medienöffentlichen Kabinettsitzung in der Thüringer Staatskanzlei vorgestellt.

Thüringen-Monitor 2014

„Die Thüringer als Europäer“ stehen im Mittelpunkt der aktuellen Studie zur politischen Kultur im Freistaat. Prof. Dr. Heinrich Best vom Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat die Ergebnisse des Thüringen Monitors 2014 am 24. Februar 2015 in der Regierungsmedienkonferenz vorgestellt.

Thüringen-Monitor 2013

Der Thüringen-Monitor 2013 trägt den Titel "Wie leben wir? Wie wollen wir leben? - Zufriedenheit, Werte und gesellschaftliche Orientierungen der Thüringer Bevölkerung". In diesem Zusammenhang wurden u.a. die Bewertung der Lebensbedingungen im Freistaat und der näheren Umgebung, die Erwartungen und Gerechtigkeitsvorstellungen der Thüringer und Thüringerinnen sowie ihre Toleranz gegenüber sozialen, kulturellen und ethnischen Minderheiten untersucht.

Thüringen-Monitor 2012

Der Thüringen-Monitor 2012 trägt den Titel "Thüringen International: Weltoffenheit, Zuwanderung und Akzeptanz". In diesem Zusammenhang wurde u. a. Fragen der Integration von Ausländern und Ausländerinnen, der Toleranz gegenüber den und dem Fremden, der Europäisierung und der Globalisierung nachgegangen.

Thüringen-Monitor 2011

Der Thüringen-Monitor 2011 trägt den Titel "Staatsaufgaben und Staatsausgaben".

Thüringen-Monitor 2010

Der Thüringen-Monitor 2010 trägt den Titel "Beziehungen und Verhältnis der Generationen in Thüringen".

Thüringen-Monitor 2008

Der Thüringen-Monitor 2008 trägt den Titel "Soziale Marktwirtschaft in Thüringen".

Thüringen-Monitor 2007

Der Thüringen-Monitor 2007 trägt den Titel "Bildung in einer sich wandelnden Gesellschaft".

Thüringen-Monitor 2006

Der Thüringen-Monitor 2006 trägt den Titel "Thüringens Zukunft aus Bürgersicht: Erwartungen, Herausforderungen, Gestaltungsmöglichkeiten".

Thüringen-Monitor 2005

Der Thüringen-Monitor 2005 trägt den Titel "Das vereinigte Deutschland im Urteil der Thüringer".

Thüringen-Monitor 2004

Der Thüringen-Monitor 2004 trägt den Titel "Gerechtigkeit und Eigenverantwortung: Einstellungen zur Reform des Sozialstaates".

Thüringen-Monitor 2003

Der Thüringen-Monitor 2003 trägt den Titel "Einstellungen zur Demokratie".

Thüringen-Monitor 2002

Der Thüringen-Monitor 2002 trägt den Titel "Familie und Politik".

Thüringen-Monitor 2001

Der Thüringen-Monitor 2001 trägt den Titel "Jugend und Politik".

Thüringen-Monitor 2000

Der Thüringen-Monitor 2000 trägt den Titel " Politische Kultur im Freistaat Thüringen".

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