Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Bekämpfung von Waldbränden


Erstellt von Wolfgang Borde

Nach den verheerenden Waldbränden in Süd- und Mitteleuropa fand am 5. September 2022 in Brüssel ein informelles Ministertreffen zur Stärkung der Vorsorge und Reaktion auf Waldbrände ein. Das Fehlen ausreichender Löschflugzeuge und Hubschrauber in diesen Ländern belaste das bereits etablierte saisonale europäische Sicherheitsnetz von Löschflugzeugen erschöpfe darüber hinaus alle vorhandenen Kapazitäten zur Brandbekämpfung auf nationaler und europäischer Ebene. Die EU-Mitgliedstaaten und die EU-Kommission haben daher einen breiten Konsens über vier konkrete Aktionspunkte erzielt:

1. den Aufbau der neuen permanenten rescEU-Flotte von Luftlöschkapazitäten zu beschleunigen, indem eine fortgeschrittene Beschaffung von Hubschraubern geprüft wird;

2. Ausbau des bestehenden saisonalen europäischen Sicherheitsnetzes für Löschflugzeuge durch Finanzierung der Aufnahme zusätzlicher Hubschrauber und Leichtflugzeuge, insbesondere in Mittel- und Nordeuropa, ab Sommer 2023

3. Stärkung der saisonalen Vorpositionierung von Bodenteams zu Waldbrand-Hotspots;

4. Operationalisierung eines Aktionsplans zur Brandverhütung und -vorsorge.

Diese Maßnahmen sind an die Bedingung geknüpft, dass zusätzliche EU-Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Kommission fordert Länder, die an der Aufnahme zusätzlicher rescEU-Kapazitäten oder der Vorpositionierung von Bodenteams interessiert sind, auf, die Kommission vor Ende September 2022 entsprechend zu informieren. Kommissionspräsidentin von der Leyen hat in der Rede zur Lage der Union am 14. September angekündigt, dass die Brandbekämpfungskapazitäten 2023 verdoppelt werden sollen und die EU-Flotte um zehn leichte Löschflugzeuge und drei zusätzliche Hubschrauber erweitert werden soll.

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: