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EP-Positionierung zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III)


Erstellt von Sven Bermig, Marie Liebers

Am 14. September 2022 stimmten die Abgeordneten im Plenum des Europa-Parlaments (EP) über die Stellungnahme zum Überarbeitungsvorschlag der Richtlinien über erneuerbare Energien (RED III) des EP-Berichterstatters Markus Pieper (EVP) ab. Die Abgeordneten stimmten dafür, den Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch der EU bis 2030 auf 45% zu erhöhen. Die angenommene Positionierung beinhaltet auch Unterziele für Branchen wie Verkehr, Gebäude sowie Fernwärme und -kälte. Dafür bedarf es eines höheren Anteils an fortschrittlichen Biokraftstoffen und einer ehrgeizigeren Quote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (z.B. Wasserstoff). Zudem sollen grenzübergreifende Projekte zum Ausbau von Ökostrom in den Mitgliedsstaaten entwickelt werden. Die Änderungsanträge zu RED III, die eine schrittweise Senkung des Anteils von Primärholz als erneuerbare Energie fordern, wurden ebenfalls angenommen. Die Abgeordneten einigten sich auf die Einführung einer angepassten Definition von Primärholz. Primärholz-Biomasse umfasse „sämtliches gefälltes oder anderweitig geerntetes Holz“, einschließlich entnommenen Holzes das aufgrund natürlichen Einschlags oder Abholzen aus dem Wald gebracht wird. Von der Definition ausgenommen ist die Holzbiomasse aus Maßnahmen zur Verhütung von Waldbränden, Verkehrssicherungsmaßnahmen oder Wäldern, die von Naturkatastrophen und Schädlingen betroffen sind. Die Abgeordneten einigten sich zudem auf eine graduelle Reduzierung von Energieträgern aus Primärholz bis 2030. Neu aufgenommen sei, dass der Gesamtenergieverbrauch von Biokraftstoffen, flüssigen Biobrennstoffen und Biomassebrennstoffen nicht höher sein solle als der Durchschnittswert des Zeitraums von 2017 bis 2022. Im nun folgenden Schritt werden das EP, die Kommission und der Rat der europäischen Union in die Verhandlungen (Triloge) über die Gesetzentwürfe eintreten, zu denen die  EU-Minister:innen bereits Stellung nahmen.

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