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EU-Kommission will ukrainische Agrarexporte erleichtern


Erstellt von Sven Bermig

Mit der Veröffentlichung eines Aktionsplan zur Erleichterung der Agrarexporte der Ukraine über alternative Verkehrswege („Solidaritätskorridore“) am 12. Mai 2022 definiert die EU-Kommission konkrete Schritte zur Unterstützung der Agrarausfuhren des Landes. 20 Mio. Tonnen Getreide, welches in der Ukraine blockiert ist und nicht über die Schwarzmeerhäfen geliefert werden kann, solle über den Landweg der EU in Drittländer gelangen, so EU-Transportkommissarin Vălean. Beispielsweise werden Marktteilnehmer aufgefordert, zusätzliche Güterwagen, Schiffe oder LKW zur Verfügung zu stellen, um die durchschnittliche Wartezeit von 16 Tagen für Güterwagen zu reduzieren. Die dafür notwendige Koordinierung solle über eine Logistikplattform erfolgen. Ukrainische Agrarexporte sollten in den Verkehrsnetzen und Umschlagterminals der EU vorrangig behandelt werden. Zudem wird von den Mitgliedstaaten eine größtmögliche Flexibilität bei der Bearbeitung von ukrainischen Ausfuhren an den Grenzübergangsstellen erwartet. Die notwendigen Lagerkapazitäten auf EU-Ebene werden von Kommission und Mitgliedsstaaten bewertet und abgestimmt, um für ukrainische Exporte größere Lagerkapazitäten zu schaffen. Mittelfristig müsse die ukrainische Infrastruktur enger mit der EU-Infrastruktur verknüpft und die Konnektivität erhöht werden. Dies betreffe sowohl die Schieneninfrastruktur, mit unterschiedlichen Spurweiten und zeitaufwendigem Umladen/Umspuren, als auch die Straßenverbindungen in die EU, die im Rahmen des Wiederaufbaus der Ukraine verbessert werden sollen.

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