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Europa auf dem Weg zu 6G


Erstellt von Maximilian Panten

Unter dem Titel „5G is smart, but 6G is smarter“ hat das Polish National Centre for Research and Development (NCBR) Office in Brüssel am 14. März 2022 ein Webinar zum Thema „Smart Networks and Services partnership and 6G technology“ gegeben. Gastredner Peter Stuckmann, Übergangs-Exekutivdirektor des Joint Undertaking für intelligente Netze und Dienste (SNS JU) der EU, gab Einblicke in den Forschungsstand um die Zukunftstechnologie 6G sowie dem Ausbau von 5G in Europa.

Das Joint Undertaking SNS ermöglicht die Bündelung von EU- und Industrieressourcen für intelligente Netze und Dienste. Außerdem fördert es die Abstimmung mit den Mitgliedstaaten bei der 6G-Forschung und -Innovation sowie beim Aufbau fortgeschrittener 5G-Netze. Das Joint Undertaking SNS verfügt über ein EU-Budget von 900 Mio. Euro für den Zeitraum 2021-2027. Auf diesem Weg soll die Förderung der technologischen Souveränität Europas bei 6G aufgebaut und die Implementierung von flächendeckenden 5G in Europa vorangetrieben werden.

Die Implementierung von 5G innerhalb Europas beschränkt sich derzeit auf große Ballungsräume wie Hauptstädte. Bis 2025 soll 5G auch in kleineren urbanen Gegenden und Vorstädten genutzt werden können. Am Ende des Jahrzehnts sieht der Fahrplan der EU vor, 5G für den gesamten bewohnten Raum in Europa zur Verfügung zu stellen. 5G wird laut Herr Stuckmann auch dabei helfen die Sustainbale Development Goals 2030 zu erreichen, da die Netzwerke energieeffizienter sind und neue Technologien im Bereich des autonomen Fahrens ermöglichen, was den Emissionsausstoß senkt.

Zugleich wird unter dem Projekt Hexa-X die Technologie der nächsten Generation in Europa erforscht. Das 6G Netzwerk nutzt eine höhere Frequenz, wodurch Datentransferraten von bis zu einem Terabit möglich gemacht werden. Die Nutzungsmöglichkeiten von 6G sind vielseitig. Beispielsweise könnten digitale Treffen in Form von Hologrammen möglich sein, wodurch die audiovisuelle Erfahrung durch haptische oder sogar olfaktorische Erfahrungen erweitert wird. Der Einsatz von 6G-Netzwerken unterstützt auch intelligente Roboter, die selbstorganisiert komplexe Aufgaben lösen und als eigenständige Einheiten miteinander kommunizieren. Bereits ab 2030 soll das 6G-Netz in einigen kommerziellen Bereichen angeboten werden.

Hexa-X wird im Rahmen des Joint Undertaking SNS und Horizont Europa gefördert.

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