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Europäische Strategie für das Ökosystem der Kultur- und Kreativwirtschaft


Erstellt von Annelie Zapfe

Die Minister für Kultur und Medien erörterten am 4. April 2022 die europäische Reaktion auf den Krieg in der Ukraine. Darüber hinaus verabschiedeten sie Schlussfolgerungen zur Stärkung des interkulturellen Austauschs durch die Mobilität von Künstlern und die Mehrsprachigkeit, zu einer europäischen Strategie für das Ökosystem der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Im Kultur-Bereich ging es in erster Linie um den Schutz des Kultursektors in der Ukraine.

Viele Künstler, Journalisten, Kultur- und Medienschaffende sind durch den Krieg in der Ukraine zur Flucht gezwungen. Der wahllose Beschuss von städtischen Zentren in der Ukraine gefährdet auch das kulturelle Erbe der Ukraine. Die Kulturminister tauschten sich darüber aus, welche Maßnahmen sowohl auf Ebene der Mitgliedstaaten als auch auf EU-Ebene bereits zur Unterstützung des ukrainischen Kultursektors ergriffen wurden und erörterten die Möglichkeit weiterer gemeinsamer Maßnahmen. Dieser Meinungsaustausch knüpfte an das informelle Treffen der EU-Kultur- und Medienminister vom 7. und 8. März 2022 in Angers an, bei dem die Minister eine Erklärung zur Lage in der Ukraine verabschiedeten.

Die Kulturminister billigten weiterhin Schlussfolgerungen zur Stärkung des interkulturellen Austauschs durch die Mobilität von Künstlern, Kultur- und Kreativschaffenden und durch die Mehrsprachigkeit im digitalen Zeitalter. Darin sind die Mitgliedstaaten aufgefordert, die Zusammenarbeit zwischen den Kulturbehörden und den für Verwaltungsfragen im Zusammenhang mit der Mobilität zuständigen Stellen zu fördern. Um die Mehrsprachigkeit zu fördern, die den kulturellen Austausch begünstigt, und den Zugang zur Kultur erleichtert, will die EU stärker neue Technologien nutzen. In den Schlussfolgerungen wird deshalb die Entwicklung einer ehrgeizigen digitalen Politik für die Entwicklung von Sprachtechnologien, Übersetzung und lebenslangem Sprachenlernen und -lehren gefordert.

Die Kulturminister billigten weiterhin Schlussfolgerungen zur Entwicklung einer europäischen Strategie für das Ökosystem der Kultur- und Kreativwirtschaft, die auf fünf Säulen setzt:

  • Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln für europäische Unternehmen im Ökosystem der Kultur- und Kreativwirtschaft;
  • Förderung der Entwicklung und Verbesserung von Fähigkeiten sowie der allgemeinen und beruflichen Bildung;
  • Bewahrung und Bekräftigung des kulturellen Reichtums und der kulturellen Vielfalt Europas im digitalen Zeitalter;
  • Stärkung der Exporte von Unternehmen im Ökosystem der Kultur- und Kreativwirtschaft

Förderung einer verantwortungsvollen Politik in den Unternehmen des Ökosystems der Kultur- und Kreativwirtschaft.

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