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Forschungszusammenarbeit mit Russland ausgesetzt


Erstellt von Annelie Zapfe

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine und in Solidarität mit dem ukrainischen Volk hat die EU-Kommission (KOM) am 4. März 2022 beschlossen, die Zusammenarbeit mit russischen Einrichtungen in den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Innovation auszusetzen. Im Rahmen des Programms "Horizont Europa" werden keine neue Verträge oder neue Vereinbarungen mit russischen Organisationen abgeschlossen. Außerdem werden Zahlungen an russische Einrichtungen im Rahmen bestehender Verträge ausgesetzt. Alle laufenden Projekte, an denen russische Forschungseinrichtungen beteiligt sind, werden überprüft - sowohl im Rahmen von Horizont Europa als auch von Horizont 2020, dem früheren EU-Programm für Forschung und Innovation.

In ihrem Statement vom 3. März 2022, betont EU Forschungsministerin Gabriel, dass sich die KOM nachdrücklich dafür einsetzen wird, dass die Ukraine und ukrainische Einrichtungen weiterhin erfolgreich an den Forschungs- und Ausbildungsprogrammen von Horizont Europa und Euratom teilnehmen können. Diese Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Innovation stärkt die Allianz zwischen der EU und der Ukraine, um gemeinsame Prioritäten zu verwirklichen.

Die European University Association (EUA) hat die Mitgliedschaft von 12 russischen Universitäten ausgesetzt, die eine Erklärung (auf Russisch) veröffentlicht hatten, in der sie den Einmarsch der Russischen Föderation in die Ukraine unterstützen. Diese Erklärung stünde den europäischen Werten diametral entgegensteht, zu denen sich diese Universitäten beim Beitritt zur EUA verpflichtet haben, so der EUA-Vorstand. Die EUA verurteilt die Aggression gegen die Ukraine auf das Schärfste. Sie rät ihren Mitgliedsuniversitäten, von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Fortsetzung von Bildungs- und Forschungskooperationen mit russischen Akademikern zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin angemessen ist. Dabei sollten sie sich auf nationale und europäische politische Leitlinien stützen, da viele Partnerschaften auf Peer-to-Peer-Beziehungen beruhen und sich viele russische Akademiker unter großem persönlichem Risiko gegen diese Invasion ausgesprochen haben.

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